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Laufende Forschungsvorhaben

ZUKUR - Zukunft - Stadt - Region - Ruhr (2017-20)

Ziel des BMBF-geförderten Projekts „Zukunft-Stadt-Region-Ruhr“ (ZUKUR) ist es, sowohl Beitrage zur Erhöhung der Klimaresilienz als auch zum Abbau sozio-ökologischer Ungleichheit für die Stadt-Region Ruhr zu erarbeiten. Es sollen im Rahmen von Reallaboren auf Regional-, Stadt- und Quartiersebene bestehende und künftige Herausforderungen in der Stadtregion Ruhr identifiziert und Lösungen zum Umgang mit künftigen Klimafolgen und sozio-ökologischen Ungleichheiten erarbeiten werden.

Das Projekt wird von apl. Prof. Dr. Stefan Greiving (IRPUD) koordiniert. An dem Projekt sind insgesamt zehn Fachgebiete der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund beteiligt, außerdem wirken als Praxispartner der Regionalverband Ruhr (Regionalebene) sowie Vertreter der Stadt Bottrop (Stadtebene) und Dortmund-Marten (Quartiersebene) mit.

Der Lehrstuhl LLP (MSc. Kristina Ohlmeyer & Univ.-Prof. Dr. Dietwald Gruehn) ist u.a. verantwortlich für die Arbeitspakete 7.1 (Maßnahmenentwicklung) und 7.3 (Wissenschaftliche Maßnahmenevaluation). Im Rahmen des Arbeitspaketes 1.2 "Planungspraktische Perspektiven der Verbundpartner" wurde von LLP in Abstimmung mit den Praxispartnern zum besseren Verständnis des intentionalen Handelns der Akteure in der Region ein Fragebogen für leitfadengestützte Experteninterviews entwickelt.

Parallel dazu wurde im Rahmen des Arbeitspaketes 7 ein weiterer Fragebogen entwickelt, der sich an die Öffentlichkeit der Stadt-Region Ruhr richtet. MIt den geplanten Erhebungen zu Beginn und am Ende der Projektlaufzeit hoffen wir, Wirkungen des ZUKUR-Projektes evaluieren zu können.

Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, sich am Projekt ZUKUR zu beteiligen: Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie an unserer Umfrage teilnehmen würden. Hier geht es zur Umfrage:

https://www.soscisurvey.de/ZUKUR_BuergerInnenbefragung/

 

Das Projekt PLIQ (Planing Education for Iraq) startete erstmals im August 2009.
Es basiert auf einer akademischen Kooperation zwischen der deutschen und der irakischen Regierung aus dem Februar 2009. Das Projekt ist Teil des vom DAAD geförderten Programms „Strategische Akademische Partnerschaft mit dem Irak“.

Die Fakultät Raumplanung der TU Dortmund wurde beauftragt, Lehrinhalte sowie Forschungskonzepte aus dem Bereich Raumplanung zu entwickeln und in den irakischen Universitäten zu implementieren. Seit 2014 ist das Projekt am Lehrstuhl LLP angesiedelt (Projektkoordinator: Dr. Hasan Sinemillioglu; Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Dietwald Gruehn).

Mit der Expertise, die über Jahrzente entwickelt wurde, wurden die irakischen Universitäten in Baghdad, Diyala, Dohuk and Mosul beim Aufbau eines Studiengangs Raumplanung unterstützt. Der zu diesem Zweck gegründete Bachelorstudiengang , "Urban and Regional Planning", wurde in der ersten Phase (2009 – 2011) entwicklelt und in den Universitäten eingeführt.

Das Besondere des Bachelorprogramms ist, dass sich der Aufbau stark am Dortmunder Modell der Raumplanung orientiert. Neben Seminaren und Vorlesungen, in denen Grundlagen der Theorie und Methodik vermittelt werden, liegt ein weiterer Schwerpunkt auf praktisch-orientierten Leistungen, wie Workshops und Projekte. Die Kommunikation ist sehr intensiv und Besuche in die Region finden regelmäßig statt, um einen Austausch an Expertise zu gewährleisten. 2017 konnten die ersten Studierenden an der Universität Dohuk ihren erfolgreichen Abschluss im Bachelorstudiengang , "Urban and Regional Planning" zelebrieren.

Im Januar 2018 veranstaltete die TU Dortmund ein Symposium über Herausforderungen und Fortschritte in der Raumplanung im Irak.  Erfahren Sie mehr über das Symposium 2018 auf unsererOpens external link in new window Facebook-Seite oder in unseren Zusammenfassungen zu den Themen Migration und städtischer Wohnungsbau,Initiates file download Die städtische und ländliche Kluft, Initiates file downloadInfrastruktur und Siedlungsentwicklung und Initiates file downloadWie kann die Raumplanung den Herausforderungen des Landes begegnen?

Startet den Datei-DownloadPLIQ Project Timeline

 

 

Akustische Qualität und Gesundheit in Urbanen Räumen

Was Geräusche mit uns machen

von Isabell Hilpert | 22.08.2018 

Die Geräuschkulisse ist seit Jahren ein Thema der Stadtentwicklung. Im Kontext der Gesundheitsforschung wurde sie allerdings bisher auf den Risikofaktor Lärm beschränkt. Klanglandschaften (Soundscapes) umfassen dagegen alle hörbaren Klänge: natürliche, menschliche, technische und musikalische. In einem von MERCUR geförderten Projekt analysieren das Zentrum für urbane Epidemiologie des Uniklinikums Essen und die Raumplanung der Technischen Universität Dortmund, wie Soundscapes und Gesundheit im Ruhrgebiet zusammenhängen.

Autos, Züge, Flugzeuge: Der motorisierte Verkehr ist eine Haupt-Lärmquelle. Dass er krank machen kann – man geht von einem erhöhten Schlaganfall- oder Herzinfarktrisiko aus – wird in vielen Studien untersucht. Wenig befasst wird sich allerdings mit den Auswirkungen weiterer Geräusche oder Klänge. Wie diese sich auswirken, wäre aber wichtig zu wissen, um künftig urbane, gesundheitsförderliche Lebensräume plänen zu können.

Aufbau einer urbanen Soundscapes-Datenbank
Hier setzt die Studie der Ruhrgebietsforscher*innen an: Ihr Ziel ist es, die urbane Geräuschkulisse zu typisieren und den gesundheitlichen Zusammenhang zu analysieren. Dabei soll einer der größten multi-saisonalen urbanen Soundscapes-Datensätze aufgebaut werden.

Die Ergebnisse werden anschließend mit den Daten der bevölkerungsbezogenen Heinz Nixdorf Recall (HNR) Studie zusammengeführt, die in einer Langzeituntersuchung die Gesundheit von Menschen im Ruhrgebiet sowie städtische Risikofaktoren erfasst.

Schallmessungen in Bochum
„Wir planen umfangreiche zeit-, und raumbezogene Schallmessungen durchzuführen und zu kategorisieren. Zudem werden Probanden zu ihren Präferenzen von Soundscapes befragt. Untersuchungsgebiete sind Stadteile von Bochum, da für diese Teilräume vielfältige Gesundheits- und Sozialdaten aus der HNR Studie vorliegen“, so Prof. Dr. Susanne Moebus, Leiterin des Zentrums für urbane Epidemiologie am Universitätsklinikum Essen.

„Durch die interdisziplinäre Forschung der komplexen Zusammenhänge gesundheitsbezogener Einflüsse einer Metropolregion werden zahlreiche neue Ergebnisse gewonnen. Sie tragen zur Gesamtentwicklung von Stadt und Gesundheit nachhaltig bei“, sagt Prof. Dr. Dietwald Gruehn, Fakultät für Raumplanung an der Technischen Universität Dortmund.

Mit der Förderung des Projektes möchte MERCUR helfen, den anvisierten Forschungsbereich 'Healthy Urban Soundcapes' zu etablieren. Dieser wird das interdisziplinäre Kompetenzfeld ‚Metropolenforschung‘ der Universitätsallianz Ruhr stärken.

Weitere Informationen: Isabell Hilpert, Kommunikationsmanagerin Mercator Research Center Ruhr, Tel. 0201/616 965 11, isabell.hilpert@mercur-research.de

Uni-Duisburg Essen: https://www.uni-due.de/2018-08-22-stadtgerausche-und-gesundheit