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Veranstaltungsnummer:
0910204
Studienfach:
B.Sc. 1-2
Art:
Projekt
Semester:
SoSe 2018
Umfang:
8 SWS / 10 Credits
Zielgruppe:
B.Sc. 1-2
Verantwortlich:
Kristina Ohlmeyer, Wiebke Weltring
Zeit:
Mo. 14:00  - 18:00 Uhr, 09.04.2018 bis 16.07.2018

Do. 14:00  - 18:00 Uhr, 12.04.2018 bis 19.07.2018

Ausfalltermin: 21.05.2018, 24.05.2018- Exkursionswoche


Raum:GB III R. 307

Beginn: 09.04.2018

 

Ende:    19.07.2017

 

SoSe 2018 A04 - Wald der Zukunft-zwischen nutzen und schützen:Eine nachhaltige konzeptentwicklung für die Hohe Mark im Rahmen des Projektes WALDband (B.Sc.)

Projektgegenstand

„Es häkelt sich ein Band zwischen Münsterland und Ruhr aus Wäldern, Äckern, Siedlungen und Infrastruktur. | 36.000 Hektar in verbindender Gestalt; Münsterland und Ruhrgebiet begegnen sich im Wald. | Die Region hat zwei Gesichter, und das lässt sich noch verdoppeln, im Süden Fördertürme, im Norden Pferdekoppeln. | Die Einen woll`n Erholung die Anderen Ackerland, wieder andere woll`n Naturschutz alle weben an dem Band. | Doch was will wohl der Wald? Fast hätt´n wir ihn vergessen, im steten Nutzungsdruck konkurrierender Interessen. | Denn es braucht nen roten Faden, und auch Vermittlungszeit zwischen Klimaschutz, Tourismus und Forstwirtschaftlichkeit. | Für einen Wald der Zukunft, als Verbindung der Regionen und auch als ein Signal an kommende Generationen“ (Auszug aus: Poetry Slam Beitrag, Marian Heuser 2013).

Der Wald wird, wie es der Auszug aus dem Poetry Slam zeigt, für zahlreiche Freizeitbeschäftigungen genutzt. Gleichzeitig ist er „[…] Rohstofflieferant, Wirtschaftsmotor und einzigartiges Biotop für Pflanzen und Tiere“ (Website Naturpark Hohe Mark Westmünsterland). Jedoch ist das stabile Ökosystem Wald vor dem Hintergrund des Klimawandels gefährdet. Hieraus resultieren unterschiedliche Anforderungen an den Wald und Funktionen des Waldes, aus denen wiederum zahlreiche Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Naturschutz, Freizeitnutzung/Touristischer Entwicklung und Forstwirtschaft hervorgehen.

Das Projekt WALDband, welches im Rahmen der Regionale 2016 „ZukunftsLAND“ im Westmünsterland umgesetzt wird, stellt die zukünftige Entwicklung der Wälder des Naturparks Hohe Mark Westmünsterland zwischen Ruhrgebiet, Münsterland und Niederrhein im Hinblick auf die skizzierten Herausforderungen in den Mittelpunkt. „Das Projektgebiet des WALDbandes tangiert 20 Kommunen mit 36.000 Hektar Wald - so viel wie 60.000 Fußballfelder“ (Website metropoleruhr). Die Projektträger sind der Regionalverband Ruhr, der Naturpark Hohe Mark Westmünsterland und der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Im Rahmen des Projekts WALDband dient die Hohe Mark als Untersuchungsraum für das Projekt. Sie ist eines der größten Waldgebiete im Naturpark und ein beliebtes Ausflugsziel sowie Freizeit- und Erholungsgebiet in den Städten Dorsten und Haltern.

Hier soll zunächst der Ist-Zustand im Untersuchungsraum erfasst und analysiert werden. Darauf aufbauend sollen die Anforderungen an das Gebiet, Probleme und auch Möglichkeiten in der Hohe Mark mittels verschiedener Erhebungsmethoden (bspw. PKW-Kennzeichenanalyse, Befragungen, Ortsbegehungen, Nutzerbeobachtungen etc.) herausgearbeitet werden. Anschließend wird als Projektergebnis ein exemplarisches, nachhaltiges Gesamtkonzept, untergliedert in verschiedene Projektbausteine sowie differenziert nach Nutzergruppen und Themengebieten erarbeitet. Der Fokus der Bearbeitung liegt auf der naturverträglichen Freizeit- und Tourismusentwicklung, also primär der Entschärfung der Konflikte zwischen den „Aktiven“ im Wald (Mountainbike-Fahrer, Pferd und Wanderer) sowie dem Aspekt der Besucherlenkung, um natursensible Bereiche zu schützen. Die Koordinierung der Nutzungsanforderungen, die Ausarbeitung eines Informations- und Orientierungssystems, die Etablierung von Projekten zur Umweltbildung sowie die Überwindung von Barrieren sind als Beispielaspekte zu nennen. Exkursionen in den Untersuchungsraum sowie zu Beispielprojekten sind fester Bestandteil der Projektarbeit.

Die Projektergebnisse werden am Ende des Bearbeitungszeitraumes vor den Projektvertretern präsentiert und diskutiert. Hierzu zählen Mitarbeiter des Regionalverbands Ruhr (RVR), des Naturparks Hohe Mark Westmünsterland, des Landesbetriebs Wald und Holz NRW sowie des Arbeitskreises für das als Beispielprojekt fungierende Waldgebiet Haard. Das Projekt erhält somit einen unmittelbaren Praxisbezug, liefert Denkanstöße zu einem regional und auch überregional bedeutsamen Projekt und bietet durch die Methodenvielfalt zahlreiche Grundlagen für das gesamte Studium.

Teilnahmebeschränkung

14 Personen

Leistungsnachweis

Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 3 Studienleistungen (unbenotet)

Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation

Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenbericht; (C) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes