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Veranstaltungsnummer:
0910204
Art:
A-Projekt
Semester:
Winter- und Sommersemester
Umfang:
8 SWS / 10 Credits
Zielgruppe:
B.Sc.
Verantwortlich:
Christina Haubaum
Zeit:
Montags 12.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstags 14.00 bis 18.00Uhr
Raum:
GB III / R. 307
Beginn:
13.10.2014

A04 „Kein schöner Land…” - Sind Energieinfrastrukturen eine Bereicherung oder Belastung in den modernen Kulturlandschaften?

Projektgegenstand

Aufmerksame Beobachter stellen sowohl in eher ländlich geprägten Landschaften als auch in urbanen und verdichteten Räumen schnell fest, dass sich überall die Zeichen der Erneuerbaren Energien finden lassen. Dazu gehört ein breites Spektrum an technischen Anlagen, die zu unterschiedlichen Zeiten, konzentriert oder dispers, planerisch gesteuert oder scheinbar „zufällig“ in die Landschaften eingefügt wurden: Windenergieanlagen, Biogasanlagen, Photovoltaik- und Photothermieanlagen auf Gebäudedächern, Freileitungen und insbesondere in der jüngeren Vergangenheit auch viele neue Freiflächenphotovoltaik-Anlagen. Teilweise ist es sicher berechtigt, von „Energielandschaften“ zu sprechen. Doch welche Bedeutung haben diese Entwicklungen eigentlich für unsere Wahrnehmung des Landschaftsbildes?

Sowohl in Naturschutz- und Landschaftspflege als auch der Raumplanung gilt es stets, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft zu sichern und wo nötig, wiederherzustellen bzw. neu zu gestalten. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, müssen Planerinnen und Planer jedoch wissen, wie der durchschnittliche Betrachter die unterschiedlichen Landschaften eigentlich bewertet. Ein Ansatzpunkt für die Projektarbeit kann die Frage sein, ob neue Energieinfrastrukturanlagen stets negativ, bspw. als eine „Verdrahtung“ oder „Verspargelung“ der Landschaft, erlebt werden oder ob es auch positive Stimmen dazu gibt.

Das A-Projekt wird sich deshalb zunächst intensiv mit dem Landschaftsbildbegriff auseinander setzen. In Absprache zwischen der Projektgruppe und der Betreuung sollen mehrere Exkursionen zur Datenerhebung im Feld stattfinden und so unterschiedliche Landschaften und Situationen photographisch dokumentiert werden. Mit dem neu eingerichteten ‚Landscape Theater‘ an der Fakultät Raumplanung steht der Projektgruppe ein hervorragendes Visualisierungswerkzeug zur Verfügung, mit dem anschließend die subjektive Einschätzung des Landschaftsbildes untersucht werden soll.