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Veranstaltungsnummer:
0910203
Art:
A-Projekt
Semester:
Winter- und Sommersemester
Umfang:
6 SWS / 9 Leistungspunkte
Zielgruppe:
Studierende im 1. und 2. Semester
Verantwortlich:
Karsten Stechow (LLP), Claudius Weisensee (RUR)  Zeit:                                                                                                       Montags 14:30 - 18:00

Donnerstags 14:00 - 18:00
Raum:
GB III /3.310
Beginn:
24.10.2011

A03 (Grüne) Wut- und Mutbürger - Auch in der Bauleitplanung?

Projektgegenstand

In der jüngeren Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Bürgerbeteiligung in der Planung gerade auch wegen der aufgeworfenen Umweltfragen die Gemüter bewegt und noch immer ein hochaktuelles Thema ist, siehe Stuttgart 21. Offenbar breitet sich die allgemeine Sensibilität für den Schutz und die nachhaltige Nutzung unserer Umweltgüter noch immer weiter aus und kann breite Kreise der Bevölkerung mobilisieren. Planungen gegen das Umweltempfinden der Bürger werden in der Zukunft wohl zunehmend konfliktreich sein. Doch wie sieht es eigentlich abseits der großen Prestigeprojekte im “Planungsalltag“ aus? Welche Umweltfragen bewegen die Menschen im lokalen Kontext? Werden Umweltaspekte aktiv in Planungsverfahren hineingetragen? Wie gehen eigentlich die professionellen PlanerInnen mit Anregungen der BürgerInnen um? Führt Partizipation zu einer umweltfreundlicheren Planung? Gibt es grundsätzliche Probleme wie z.B. mangelnde Umweltinformation, die eine qualifizierte Diskussion erschweren?

Das A-Projekt wird diese und weitere Fragestellungen bearbeiten und beantworten. Bezugsrahmen ist die verbindliche Bauleitplanung, weil sie den Großteil aller Planungsverfahren stellt und daher von großer Relevanz ist. Die Studierenden werden sich vertiefte Kenntnisse über das geschichtete Planungssystem verschaffen und herausarbeiten, auf welche Weise Umweltbelange in der Bauleitplanung zur Geltung kommen sollen und welche Möglichkeiten es für die BürgerInnen gibt, eigene Vorstellungen und Kritik einzubringen. Im Anschluss an das Aneignen der theoretischen Grundlagen legen die Studierenden ein Konzept für die Untersuchung existierender Bebauungspläne fest. Neben der zielgerichteten Analyse von Planungsinhalten können die Studierenden dabei unterschiedliche Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens kennenlernen und erproben, z.B.

• Strukturierte Gespräche mit Personen aus der Planungspraxis,
• Befragungen von Bewohnern und
• Erstellung und Diskussion alternativer Lösungen

Es sollen häufig wiederkehrende Konfliktpunkte herausgestellt, Vorschläge für Lösungsansätze aufgezeigt sowie grundlegende Defizite aber auch Verbesserungsmöglichkeiten benannt werden.