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Veranstaltungsnummer:
0910203
Art:
A-Projekt
Semester:
Winter- und Sommersemester
Umfang:
6 SWS / 10 Credits
Zielgruppe:
1. u. 2. Semester
Verantwortlich:
Brigitte Strux (LLP), Michaela Weller (IRPUD-SPZ)
Zeit:
Montags und Donnerstags 14.00 - 18.00 Uhr
Raum:
GB III /310
Beginn:
04.04.2011

A03 Freiraum und Stadtklima: Die Freiraumsysteme der Städte Köln und Düsseldorf - Aktuelle Konzepte und Projekte im Vergleich

Projektgegegnstand

Freiräume gliedern, strukturieren und prägen maßgeblich das Erscheinungsbild von Städten. Zahlreiche Nutzungsansprüche konkurrieren bei begrenzter Fläche miteinander. Der Druck auf die verbliebenen Freiflächen wächst. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das Projekt mit folgenden Fragen:

Die Stadt Köln verfügt über ein historisch gewachsenes Grünsystem  mit innerem und äußerem Grüngürtel. 9 Prozent des Düsseldorfer Stadtgebietes sind innerstädtische Grün- und Freiflächen. Welche Richtung schlagen die beiden Städte ein im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Freiraumschutz?

Wie funktioniert Freiraumplanung?
Wohin werden die Gebietsansprüche der wachsenden Städte verlagert? Wie werden die Belange des Freiraumschutzes und der Freiraumentwicklung im Stadtentwicklungsprozess berücksichtigt?
Wie sieht es mit der Qualifizierung und Vernetzung der Freiräume in Köln und Düsseldorf aus? Wie sehr wird die Planung der satdtklimatischen Funktion der Freiräume gerecht (auch relevant vor dem Hintergrund der Klimafolgenbewältigung in der Stadt)?

Das Projekt erarbeitet die Funktion von Freiräumen im urbanen Kontext, setzt sich mit den jeweiligen stadtklimatischen Gegebenheiten auseinander und macht eine Bestandsaufnahme der existierenden Freiräume hinsichtlich Quantität/Qualität und ihrer Bedeutung für das Stadtklima. Die von den Städten gesetzten Entwicklungsziele werden diskutiert. Gesprächspartner aus der behördlichen Planungspraxis können für Interviews gewonnen und die Städte auf Exkursionen kennengelernt/besichtigt werden.
Die klimatische Reichweite städtischer Freiflächen variiert in Abhängigkeit von ihrer Größe, Beschaffenheit und Positionierung innerhalb des Stadtgefüges. Grün- und Freiraumstrukturen nehmen wesentlich Einfluss auf das Stadtklima. Die klimatischen und lufthygienischen Grundlagen sollen anhand der Beispielstädte erarbeitet werden. Welche Bedeutung für das Lokalklima kommt urbanen Grünflächen zu?
Das Projekt ist von Dortmund aus gut zu erreichen.
Ziel des Projektes ist es, Einblick in die freiraumplanerische Praxis der beiden Städte zu gewinnen, die Planungsinstrumente kennenzulernen, sich Grundlagenwissen zur Freiraumfunktion und Klimaanalyse anzueignen und vor stadtklimatischem Hintergrund die städtischen Konzepte bewerten und vergleichen zu lernen.
Das Projekt kann in der Diskussion selbst erarbeiten, wie dieses Wissen zum Schluss überzeugend angewendet wird. Selbständiges Arbeiten ist im Rahmen des Projektes gefragt, die genaue Konzeptentwicklung erfolgt unter Einbeziehung der Teilnehmer/innen zu Beginn des Projektes.

Es gibt hier viele Möglichkeiten für den Abschluss:

- "Hot-spots" und Gebiete mit hoher Konfliktdichte werden dargestellt und analysiert
- gut visualisierter Vergleich der Konzepte und Auseinandersetzungen mit den Konzepten
- Konzeptbewertung für anstehende oder vergangene Projekte
- Vorschlag für ein maßgeschneidertes Konzept mit eigener Schwerpunktsetzung
- Die Gruppe stellt sich einen konkreten kleinräumigen Planungsauftrag für ein Teilgebiet mit besonderem Handlungsbedarf hinsichtlich der stadtklimatischen Fragestellung
- weitere Vorschläge aus der Gruppe sind sehr willkommen