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F02 Brachflächen als Chance für die Freiraumplanung, ein Instrument der Wertsteigerung

Projektbeschreibung

Es gibt unterschiedliche Brachflächentypen in Städten, die aufgrund der Aufgabe der bisherigen Nutzung entstanden sind und sich untergenutzt im Stadtraum befinden. Sie liegen häufig in Stadtteilen, die hinsichtlich ihrer Versorgung und ihres Wohn- oder Immobilienwertes schlecht zu beurteilen sind.

Brachflächen variieren sehr stark in der Größe und in der Struktur. Von dem kleineren Grundstück, der Baulücke, bis zu Industriebrachen in der Größenordnung von über 100 ha reicht das Spektrum der Flächen, die Potentiale der Wiedernutzung beinhalten.

 

Die zukünftige Nutzung dieser Brachflächen hängt stark von der Struktur der Fläche ab. Auf vielen Brachen hat sich durch die Abgeschlossenheit  über lange Zeiträume eine interessante Vegetation herausgebildet. Die zukünftige Nutzung sollte daher ebenso auf die Grünstruktur der Fläche wie auch auf die Nutzungsstruktur des Umfeldes, des Quartiers oder Stadtteils Bezug nehmen.

 

Aufgrund der Vegetation auf der Brachfläche und des dicht bebauten Umfeldes wird häufig die Idee entwickelt, diese Brachflächen als Grünflächen zu nutzen oder bei der Wiedernutzung Bereiche als Grünflächen umzuwidmen. Dies erhöht nicht nur den Wohnwert, sondern auch den Immobilienwert des Umfeldes der Brachfläche und kann zur Aufwertung der umliegenden Quartiere und Stadtteile führen.

 

Studien haben gezeigt, dass der „Bodenwert“ der Grundstücke stark durch die Qualität ihres Umfeldes beeinflusst ist. Als ein wichtiger Faktor hierbei gilt das Vorhandensein von „Grün“. Dieser Bodenwert lässt sich ermitteln.

 

Folgende Arbeitsschritte sind für das F-Projekt geplant:

 

Zu Beginn steht die Beschäftigung mit den theoretischen Grundlagen der Brachflächenentwicklung und des Bodenwertes.

 

In einem zweiten Schritt werden Fallstudien der Brachflächenentwicklung und ihr Einfluss auf die Bodenwertsteigerung am Beispiel verschiedener nationaler und internationaler Projekte analysiert. Dabei wird die Entwicklung unter dem Aspekt „Grün“ untersucht und die möglichen  Auswirkungen auf das Umfeld und den Bodenwert ermittelt.

Für ein Beispielquartier (Stadt Dortmund) soll ein erstes Konzept entwickelt werden, dass die „Grünpotentiale“ von untergenutzten Flächen analysiert und Ideen entwickelt, die zu einer Wertsteigerung führen.

 

Als vierter Schritt des Projektes ist eine Studienexkursion nach Chicago und zur Michigan State University in East Lansing, USA geplant. Dabei sollen verschiedene Brachflächenprojekte und ihr Beitrag  zur Aufwertung von Quartieren in den USA kennengelernt werden. Zudem wird mit Studierenden der Partneruniversität Michigan State University ein Workshop durchgeführt, bei dem für eine Brachfläche in Lansing Konzepte für die Wiedernutzung erarbeitet werden sollen. Die Exkursion ist aus organisatorischen Gründen für Anfang September 2010 terminiert.

Betreuung: Prof. Dr. Dietwald Gruehn und Dipl.-Ing Anne Hoffmann

Beratung: Dr. Ing. Christiane Ziegler-Hennings