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A04-Projekt - 2008-Riviera Dortmund – Umwelt- und Lebensqualität in Hörde

 

Projektgegenstand /Planungs- bzw. Untersuchungsraum

 

Durch Großprojekte der Stadtentwicklung sollen zentrale Entwicklungsprobleme gelöst und auch ein verändertes Image und eine positive Umwelt- und Lebensqualität erreicht werden. Die Projekte sollen in umgebenden Stadtteilen und auch für ganze Regionen positive Wirkungen erzielen. Hierbei sind oftmals die  Faktoren Industriekultur und Wasser von großer Bedeutung.

 

Aufgabenstellung /Problemstellung

 

Am Beispiel des Dortmunder Stadtteiles Hörde sollen die erwarteten und erhofften Auswirkungen des Projektes „Phönix-Ost und West“ (siehe http://www.phoenixdortmund.de/), einer Revitalisierung eines alten Stahlstandortes, auf die Lebens- und Umweltqualität der ansässigen Bevölkerung analysiert werden. Der Stadtteil Alt-Hörde liegt genau zwischen den großen Entwicklungsflächen. Die aktuelle Umsetzung des Projektes, welches insbesondere eine große Wasserfläche in Zusammenhang mit Wohnbebauung und auch Gewerbe/Büros und Freizeitnutzungen beinhaltet, lässt erwarten, dass sich  Einschätzungen sowie Raumansprüche und –nutzungen, von Grundbesitzern/Investoren und auch Mietern in Alt-Hörde verändern werden.  Im Projekt soll nicht so sehr der See selber im Mittelpunkt stehen, sondern die Einschätzungen von Anwohnern/Investoren über erwartete und tatsächliche Qualitäten und deren Veränderung im Vergleich mit Expertenprognosen. Während es durch die Landschaftsgestaltung zu einer deutlich positiven Veränderung der Umweltqualität kommen wird, lassen sich z.B. Veränderungen in der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur in Alt-Hörde oder ein Anstieg der Grundstückspreise etc. nicht sicher vorhersagen.

 

Im Rahmen einer mehrtägigen Exkursion nach Leipzig sollen zudem Erfahrungen der Transformation eines industriell geprägten Stadtteils in Leipzig insbesondere dahingehend studiert werden, inwieweit die Faktoren Wasser und industrielle Baukultur Einfluss auf die Bewertung der Lebens- und Umweltqualität haben. Zu fragen wäre, ob sich aus den in Leipzig gemachten Erfahrungen Schlüsse für die industrielle Kulturlandschaft Hörde ableiten lassen.

 

Ziel

 

Ziel der Projektarbeit ist es unterschiedliche Ansätze der Lebens- und Umwelteinschätzung und ihre Bewertungen zu erarbeiten und anzuwenden. Qualitative Erhebungsmethoden werden erprobt und reflektiert, die vielseitige Wahrnehmung und Wertschätzung des Projektes durch die Akteure herausgearbeitet. Ein eigenes Verständnis  zu einer zeitgemäßen Einschätzung von Umwelt- und Lebensqualität soll gemeinsam entwickelt werden.